Jubiläumskonzert „150 Jahre MGV Gmünd“

150 und immer noch „in junger Frische“

„Der MGV wurde gegründet, als Kaiser Franz Josef gerade 38 Jahre alt war“, gab Obmann Helmut Morawek einen Rückblick auf die Vereinsgeschichte. „So sind 150 Jahre vergangen und wir stehen hier in junger Frische“, lachte er und das Publikum konnte sich einmal mehr von der hohen Qualität der Darbietungen des Traditionsvereines überzeugen. Nicht allein die Qualität der Sänger zählt hier! „Man ist geborgen im Verein, die Fitten reißen die nicht so Fitten mit und der MGV tut Gutes, für seine Mitglieder und für uns. Danke für die vielen schönen Konzerte“, sagte Bürgermeisterin Helga Rosenmayer (ÖVP).

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Beim Jubiläumskonzert gemeinsam mit Kammerchor und Kammerorchester (alle unter Leitung von Gottfried Libowitzky) und in Begleitung von Harald Buchhöcker am Klavier wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten. Es spannte den Bogen von Mozarts „Dir Seele des Weltalls“ über Werke von Händel, Haydn und Orff bis zu Schuberts „Widerspruch“ und Bernsteins „One hand, one heart“, die Chorleiter-Stellvertreter Martin Pilz dirigierte. „Einer meiner Lieblingskomponisten“, übernahm wieder Libowitzky den Dirigentenstab für „Jauchzet dem Herren“ und „Winzerchor“ (Mendelssohn-Bartholdy).

Libowitzky „fordert, ohne zu überfordern“

Nach einem Lied „Landerkennung“ von Grieg wurde eine Besonderheit dargeboten: Zum 100er hatte der Waidhofner Komponist Albert Reiter (1905 – 1970) dem MGV das Lied „Stadt am Gemünde“ geschenkt, dessen Text vom Gmünder Schriftsteller Josef Pfandler stammt (1900 – 1987). Der MGV sang es nun mit Klavierbegleitung. Der MGV blieb im Anschluss im 20. Jahrhundert, bewegte sich aber durch viele Genres zum hymnischen Männerchor von Gerbert Mutter „Die Macht der Musik“ in Begleitung von Kammerchor und Klavier oder gemeinsam mit Songs von John Denver und Enya, romantisch, gefühlvoll und gleichzeitig voller Energie.

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Obmann Morawek dankte allen Beteiligten und vor allem Chorleiter Libowitzky. „Seine Kunst ist, uns zu fordern aber nicht zu überfordern.“ Als Abschluss „Für die Freude über unser Jubiläum“, so Libowitzky, beeindruckten sie mit „Singt dem Herren alle Stimmen“ von Haydn. Für den tosenden Applaus wurde mit dem „Gefangenenchor“ gedankt.

Die weiteren Auftritte des MGV im Jubiläumsjahr:

– Gedenkfeier beim MGV-Sängerstein: Dienstag, 4. September, 19.30 Uhr beim Fuchsteich (Teichkettenweg)

– MGV-Konzert „Greatest Hits“: Samstag, 13. Oktober, 19.30 Uhr im Palmenhaus

– Festgottesdienst „Missa brevis“ von Charles Gounod, Sonntag, 9. Dezember, 10 Uhr in der Kirche St. Stephan

Aus:
NÖN „Gmünder Zeitung vom 13.06.2018
Text + Fotos: Sonja Eder